Herbstbeginn in Skandinavien I: Auf dem Lofot

30. August – 5. September 2016

M&H

 

Der Sommer im Norden ist kurz. Bereits Ende August beenden ersten Nachtfröste die Mückenplage und beginnen das Laub zu färben. Im Wald und auf den Matten sind die Heidelbeeren reif und das Birkenlaub erscheint im Herbstwind wie flackerndes Feuer. Für wenige Wochen leuchtet die Vegetation in den unwahrscheinlichsten Farben. Irgendwann ziehen dann vom Atlantik Herbststürme heran und entreißen der Landschaft ihr farbenfrohes Kleid. Auf den Inseln bringen sie Regen, in den hohen Bergen des Festlandes den ersten Schnee.

Auf unserer diesjährigen Skandinavienreise wollten M und ich diese kurze Zeit zwischen der Verfärbung des Laubes und den ersten Wintereinbrüchen an zwei verschiedenen Orten erleben: auf dem Lofot, und im Fjäll nördlich von Kvikkjokk. Der Lofot (norwegisch Lofoten = Luchsfuß)  ist eine Inselgruppe vor der norwegischen Küste nördlich des Polarkreises. Wie ein gezackter Schwanz eines Drachen ragt er in das Nordmeer hinaus, ein Gewirr aus schroffen Felswänden, kühn geformten Gipfeln und tief eingeschnittenen Fjorden. Vom Festland trennt ihn der breite Westfjord, Ziel des Kabeljaus auf seinem alljährlichen Laichzug. Dementsprechend ist der Fischfang seit jeher die Lebensgrundlage der Lofotinger. Kabeljau, als Stockfisch auf Holzgerüsten an der frischen Luft gedörrt oder als Klippfisch eingesalzen und auf Küstenfelsen zum Trocknen aufgelegt wurde seit dem Spätmittelalter bis in den Mittelmeerrraum exportiert. Bis heute ist er ein wichtiger Bestandteil etwa der katalanischen oder italienischen Küche. Ein eindrückliches Portrait des harten und entbehrungsreichen Lebens der Lofotfischer in der Hochzeit des Kabeljaufanges zu Beginn des 20. Jahrhunderts schuf der norwegische Schriftstellert Johan Bojer mit seinem Roman „Die Lofotfischer“.

 

Anreise (26.‒29. August)

Für unsere Anreise mit dem Auto aus Wien hatten wir diesmal die Route über die norwegische Seite gewählt. Nach nächtlicher Durchquerung Deutschlands und einem kurzen Rundgang durch Kopenhagen bestiegen wir das Fährschiff, das uns komfortabel über Nacht nach Oslo brachte. Die Weiterfahrt in den Norden ist an landschaftlicher Schönheit kaum zu überbieten: Vom saftiggrünen Gudbrandsdalen geht es über die Felsödnis des Dovrefjäll nach Trondheim. Einsame Wälder, Seen und weite Gebirgslandschaften prägen den weiteren Weg bis Mo i Rana. Es folgt der wohl spektakulärste Teil der Fahrt: Über das Hochgebirge des Saltfjäll gelangen wir an die Küste des Westfjords, wo sich die Straße um tief eingeschnittene Fjorde und über spektakuläre Bergpässe hoch über dem Meer windet. Am Horizont im Westen können wir im Gegenlicht bereits schemenhaft unser Ziel, den Lofot erkennen. In Bognes kommen wir gerade rechtzeitig für das Fährschiff hinüber nach Lødingen an, und so sind wir am Abend des dritten Reisetages endlich an unserem Ziel angelangt. Im Regen suchen wir uns auf Ausvagøya, der nördlichsten Lofoteninsel, einen hübschen Zeltplatz etwas abseits der Straße.

In den folgenden Tagen wollen wir auf Moskenesøya und Flagstadøya, den südlichsten beiden Lofoteninseln kleinere Rundtouren machen und ‒ wenn das Wetter es zulässt ‒ einige Gipfel besteigen. Zum Übernachten haben wir unser Zelt dabei, das wir in den seit etwa hundert Jahren verlassenen Buchten der Inselaußenseite aufstellen wollen. Da wir uns nur jeweils zwei bis drei Tage vom Auto entfernen wollen, hält sich das Rucksackgewicht in Grenzen. Unsere Wanderungen beginnen wir im abklingenden Regen am Nordende von Moskenesøya.

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Fähre Kopenhagen – Oslo: Sonnenuntergang am Kattegat

 

Kvalvika und Ryten (30. August – 1. September)

Ein gut besuchter und ziemlich ausgewaschener Wanderweg führt in einer knappen Wegstunde vom Torsfjord an die Außenseite der Insel Moskenesøya zum wohl berühmtesten Sandstrand des Lofots: der Kvalvika. Vom höchsten Punkt des Pfades, dem 180m hohen Sattel Skoren eröffnet sich ein unglaublicher Ausblick: Gerahmt von den blanken Felswänden des Ryten und Moltinden, die noch nass vom letzten Schauer in der Mittagssonne glänzen, liegt die weite Bucht unter uns. Der Sand wird von saftig grünen Wiesen begrenzt, auf denen zwischen den Grundmauern eines längst verlassenen Hofes eine Schafsherde weidet. Unten am Strand sind bereits zwei Zelte aufgebaut, hinter ihnen liegt nur noch die Weite des Nordmeeres.  Ein Wanderer steht bis zu den Knien im Atlantik, wagt sich aber dann doch nicht weiter in die eisige Brandung.

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Aufbruch

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erster Blick in die Kvalvika, darüber der Ryten

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Kvalvika von oben

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Wir errichten unser Zelt etwas oberhalb des Strandes auf einer Rasenterrasse im Bereich des ehemaligen Hofes, fernab des Trubels in der Bucht.  Nach einer Stärkung nutzen wir den sonnigen Nachmittag zu einer Gipfelbesteigung: Ein gut ausgetretener Steig führt am Nordende der Bucht entlang eines Baches den steilen Hang aufwärts zum Forsvatnet. Hier wendet er sich in einem weiten Bogen nach Westen und bringt uns ohne Schwierigkeiten über Grasmatten zum 543m hohen Gipfel des Ryten. Schwindelerregend ist der Tiefblick von Kante hinab in die Bucht, die sich von hier oben erstmals ganz überblicken lässt. Nach Osten hingegen eröffnet sich ein großartiges Panorama über den Torsfjorden und die gezackte Gipfelkette der Nachbarinsel Flagstadøya. Am Rückweg nehmen wir noch den mit 526m etwas niedrigeren östlichen Nachbargipfel Middagstinden mit, der sich über seinen blockigen Kamm leicht besteigen lässt. Auf dem Abstieg gesammelte Heidelbeeren versüßen unser Nachtmahl, das wir im Licht der beinahe kitschig im Meere versinkenden Sonne einnehmen.

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Auf den Klippen des Ryten, im Hintergrund der Fuglhuken

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Gipfelphoto

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Tiefblick in die Kvalvika

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Gipfelkette von Flagstadøya

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Yttersand

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Regenbogen vor Flagstadøya

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Abstieg in der Nachmittagssonne

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zurück in der Kvalvika

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Abendstimmung am Sandstrand

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Felswände des Ryten

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Strandimpression

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wohlverdientes Abendessen

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Sonnenuntergang in der Kvalvika

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Der nächste Tag bringt tiefhängende Wolken und Regen. Der Westwind klatscht die Tropfen gegen die Zeltwände, ab und an ziehen Windhosen über den Strand. Bis auf einen kurzen Erkundungsspaziergang in den südlichen Teil der Bucht, bei dem unsere Wetterkleidung ihre erste Probe besteht, verlassen wir das Zelt nicht.

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Ein trüber Regentag in der Kvalvika

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erst am Abend bekommen wir doch noch ein paar Sonnenstrahlen

Als der Regen aber auch am folgenden Morgen noch nicht abgeklungen ist und die Westströmung weiter Wolkenbank auf Wolkenbank an unsere Insel schiebt, wird uns die Sache zu dumm: Kurzerhand packen wir zusammen und marschieren im Regen los. Wir wollen den Bergstock des Moltinden nun südlich umrunden um so zu unserem Ausgangspunkt am Torsfjord zurückzukehren. Vom Südende der Kvalvika steigen wir zum 98m hoch gelegenen See Ågotvatnet auf, dessen malerische Lage zu Füßen der mächtigen Felswand des Litljortinden wir im Nebel leider nur erahnen können. Mühsam kraxeln wir über glitschig nasses Blockwerk das Ostufer des Sees entlang, ehe sich das Tal weitet und den Blick zum tiefer liegenden See Markvatnet freigibt. Zwar wird der Pfad nun ebener, doch verwandelt ihn der Regen zusehends in einen Wasserlauf, die Wiesen in Sümpfe und Rinnsale in rauschende Bäche. Bald sind unsere Schuhe voll mit Wasser, der Regen peitscht in unsere Gesichter und die Stimmung ist am Boden. Erst als wir wieder im Auto sitzen und unsere klammen Zehen trocknen können wir wieder Lächeln. Nach einer ausgiebigen Stärkung fahren wir die gut vier Kilometer bis in den Selfjord, um unsere nächste Wanderung zu beginnen.

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nebeliger Abschied von der Kvalvika

 

Fageråvatnet und Markan (1.–3. September)

Vom Ende der Straße bei der Selfjordhütte wandern wir über Sumpfwiesen den Fjord entlang. Bald sind unsere Füße wieder so nass wie zuvor, und auch das Wetter hat kein Einsehen: Noch immer sind die Gipfel in tiefhängende Wolken gehüllt, aus denen unvermindert Regen fällt. In jedem Graben rauscht ein gurgelnder Wildbach und unzählige Wasserfälle stürzen über die Felswände. Am Ende des Fjords erreichen wir einen hübschen Birkenwald mit mannshohen Farnen, in dem ein verwaschener Steig mühsam über Blockwerk aufwärts führt. Am westlichen Ufer des 146m hoch gelegenen Fageråvatnet finden wir einen ebenen und einigermaßen trockenen Lagerplatz, an dem wir das Ende des Schlechtwetters abwarten wollen.

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Birkenwald im Selfjord

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Aufstieg unter den Felswänden des Basrastindan

Tatsächlich wölbt sich am nächsten Morgen blitzblauer Himmel über uns und ehe die ersten Sonnenstrahlen unser Zelt berühren sind wir auch schon zum Aufbruch gerüstet. Unser Ziel ist der 585m hohe Gipfel des Markan, der einen schönen Blick über die Umgebung und Tiefblicke hinunter zum Strand von Horseid verspricht. Ein Steig führt von unserem See steil den Hang hinauf und läuft dann an der Südseite des Markan herum zur Horseidbucht. In der Scharte, in der der Steig in die Bucht abzusteigen beginnt, verlassen wir den Pfad und kraxeln über Blockwerk eine halbe Stunde den steilen Südrücken des Markan hinauf. Auch wenn in der Zwischenzeit wieder einige Wolken aufgezogen sind, ist die Fernsicht über den Westfjord zur Festlandküste atemberaubend. Gegenüber ziehen die schroffe Gestalt des Krakhammartinden und die mächtige Ostwand des Breiflogtinden unsere Blicke an sich. Nach dem obligatorischen Heidelbeerensammeln nehmen wir am Rückweg auch noch den 492m hohen Südgipfel des Nonstinden mit, den wir weglos über seinen Ostrücken erreichen. Bei unserer Rückkehr hat der Schatten bereits unser Zelt erreicht und wir machen uns hungrig ans Kochen.

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Aufstieg zum Markan, im Hintergrund unser See Fageråvatnet

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imm Sattel östlich des Markan

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Blick nach Süden auf de Wände des Manntinden, des Segltinden und des Klokktinden

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Die plattige Ostwand des Breiflogtinden

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steiler Aufstieg zum Markan

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die letzten Meter, im Hintergrund der Breiflogtinden

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Gipfelblick zurück zum Selfjord

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Ostkamm des Markan, dahinter unser nächstes Ziel: der Doppelgipfel des Nonstinden

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Tiefblick zum Solbjørnvatnet

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am Nonstinden

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Fageråvatnet

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die Nase des Tverrfjellet

Am nächsten Morgen steigen wir wieder zum Parkplatz ab. Noch immer ist der Pfad nass und morastig, doch im Sonnenschein können wir die atemberaubende Landschaft endlich wirklich genießen.

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morgendlicher Abstieg

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Spiegelung mit Basråstindan und Ulvstindan in einer Lacke beim Fageråvatnet

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Spiegelung mit Ulvstindan (Mitte)

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Spiegelung mit Basråstindan

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im Morast

 

Brunakseltinden und Bunesstranda (3.–4. September)

Am Nachmittag fahren wir weiter in das Fischernest Reine. Noch immer prägen Holzgerüste zum trocknen des Kabeljaus das Bild, auch wenn der Tourismus den Ort inzwischen stark verwandelt hat. Das kleine Fährschiff bringt uns nach Vindstad, durchfährt aber zuvor den ganzen Kjerkfjord um Post an die einsamen Weiler dort auszuliefern – was für eine Panoramafahrt! In Vindstad marschieren wir zunächst eine Weile auf der Dorfstraße fjordeinwärts. Die Siedlung macht einen ziemlich verlassenen Eindruck, die meisten Häuser scheinen unbewohnt. Beim Friedhof nehmen wir den Pfad, der zum etwa 90m hoch gelegenen Sattel hinüber auf die Atlantikseite führt. Reste einer gepflasterten Straße am Übergang zeugen von der Zeit, als dort in der Bucht von Bunes noch ein Hof bewohnt war. Dort, am Sandstrand von Bunes, wollen wir heute Abend unser Zelt aufstellen.

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Reine

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Trockengerüst für den Stockfisch

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der Kjerkfjorden

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Kjerkfjorden

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Rückblick vom Sattel auf Vindstad

Da bis zum Sonnenuntergang aber noch jede Menge Zeit ist, beschließen wir zuvor den 513m hohen Brunakseltinden zu besteigen. Wir folgen einem Trampelpfad, der steil in einen Sattel auf etwa 400m emporführt. Bereits hier eröffnen sich großartige Tiefblicke hinunter zum Kjerfjorden auf der anderen Seite. Nun folgen wir dem Kamm, zunächst einfach über Grasmatten, dann zunehmend ausgesetzter über Fels. Da mittlerweile dunkle Wolken heranziehen, verzichten wir auf den luftigen Gratübergang zum höheren Helvetestinden. Tatsächlich erreicht uns kurz vor dem Strand ein Schauer, sodass wir eilig einen halbwegs windgeschützten Zeltplatz mit Trinkwasser suchen und unser Nachtlager aufschlagen. Wie aus einem romantischen Gemälde liegt die riesige Fläche des Sandstrandes vor uns, gerahmt von der gigantischen Plattenwand des Helvetestinden und dem bleigrauen Himmel über unseren Köpfen.

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Tiefblick auf den Kjerkfjorden

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Bunesstranda

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Kjerkfjorden

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am Brunakseltinden

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luftiger Gipfelkamm

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hoch über dem Kjerkfjord (links) und dem Bunesfjord (rechts)

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Bunesstranda

Den nächsten Tag gehen wir gemütlich an: In Vindstad warten wir in der kleinen, gemütlichen Fährhütte die Ankunft des Postschiffes ab, während draußen Nieselregen gegen das Fenster trommelt. Bereits bei der Überfahrt nach Reine klingt der Regen ab und wir können einen trockenen Nachmittag im Freilichtmuseum von Å, des südwestlichsten Siedlung der Lofots, verbringen. Hier ist ein Fischerdorf im Zustand von um 1900 rekonstruiert: Wir besichtigen eine Bäckerei, den Kontor, Wohnhäuser, die Transiederei, Bootsschuppen, eine Schmiede und einiges mehr. Das liebevoll gestaltete Museum versetzt uns zurück in das Ambiente unserer Reisevorbereitungslektüre, der „Lofotfischer“: in diesem Roman schildert Johan Bojer in einprägsamer Nüchternheit das harte Leben der Fischerleute am Westfjord zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Da wir nun schon etwas die Nase voll von Zelten im Dauerregen haben, gönnen wir uns für die Nacht eine Rorbu im pittoresken Fischerdorf Nusfjord auf Flagstadøya. Rorbuer, das sind kleine Hütten am Ufer, die den Lofotfischern während der Fangsaison als Unterkunft dienten und heute häufig als Übernachtungsmöglichkeit für Touristen adaptiert werden. Unsere Rorbu liegt malerisch auf einem Felsen über dem Hafen und besteht aus einer geräumigen Wohnküche und einem Schlafzimmer. Bald versinken wir in den weichen Federbetten in tiefen Schlaf, den auch die draußen zeternden Möwen nicht stören können.

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Storskiva über dem Bunesstrand

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alte Pflasterstraße vom Bunesstrand nach Vindstad

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Schilder am Kontor von Nusfjord

 

Stornappstinden (5. September)

Den letzten Tag unseres Aufenthalts auf dem Lofot wollen wir noch einmal zu einer Bergtour nutzen: Der Wetterbericht ist vielversprechend, sodass unsere Wahl auf den Stornappstinden, einen ausgezeichneten Aussichtsberg im Nordosten von Flagstadøya fällt. Von der Landenge bei Nappskaret sind es gute eineinhalb Stunden auf den 743m hohen Gipfel. Ein unbezeichneter Pfad führt über immer steiler werdende, mit Gras und Heidelbeersträuchern bewachsene Hänge nach oben. Das Panorama, das sich uns am Gipfel bietet, ist noch einmal ein Höhepunkt unserer Reise: Tief unter uns liegt der Nappstraumen, die Meerenge, die Flagstadøya von ihrer weniger schroffen Nachbarinsel Vestvagøya im Osten trennt. Im Westen hingegen reihen sich wild gezackte Bergkämme aneinander, unterbrochen von im Sonnenlicht glänzenden Fjorden. Weit im Süden erkennen wir die höchsten Gipfel von Moskenesøya, in deren Schatten wir die letzten Tage gewandert sind. Im Osten reicht der Blick über den blanken Westfjord hinüber an die gebirgige Küstenlinie des Festlandes. Wir sitzen lange und staunen über die Schönheit und Vielfalt der uns umgebenden Landschaft.

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Rückblick vom Gipfelhang des Stornappstinden auf das Nappskaret

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Nordmeerblick

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Seen und Berge um Myrland

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der Nappstraumen

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Vestvagøya hinter dem Nappstraumen

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Blick Richtung Westfjord

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Wolkenspiegelung

Am Abstieg nutzen wir die Gelegenheit um wieder einmal Heidelbeeren zu pflücken ‒ diesmal sammeln wir mehr als ein Kilo. Kurzerhand besorgen wir auf der Weiterfahrt in einem Supermarkt Zucker und kochen am Abend vor dem Zelt Marmelade ein. Als Zeltplatz haben wir einen kleinen Hügel an der Südwestecke von Austvagøya auserkoren, mit einem fantastischen Überblick über den Lofot. Als es dunkel wird, erscheinen über der dünnen Wolkendecke Polarlichter, die den Fjord in ein gespenstisches Licht tauchen. Wie lebendige Wesen kriechen aus ihm die Schemen der nachtschwarzen Inseln, Drachen mit gezackten Kämmen gleich. Mit diesem nächtlichen Panorama endet der erste Teil unserer Reise.

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Abendstimmung auf Austvagøya

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schon iwährend des Sonnenunterganges setzen Polarlichter ein

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Polarlichter über dem Lofot

>>> weiter zum Teil II (Vállevágge & Tjuoldavágge)

 

 

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