Watzmann Überschreitung (03. – 05. 07. 2015)

M&H

[DE] Einst habe ein grausamer König im Berchtesgadener Land gegen seine Untertanen gewütet, bis die Erde selbst seines Treibens überdrüssig ihn mitsamt seiner Sippe in Stein verwandelt habe – so erzählt die Volkssage vom Watzmann. Zweitausend Meter erhebt sich seine Ostwand jäh über dem Königssee, an der anderen Seite windet sich das Wimbachgries um den massigen Bergstock. Aus seinem Hauptkamm ragen drei Gipfel empor: Im Norden das Hocheck (2651m), dann der Haupgipfel, der Mitterspitz (2713m) und schließlich der Südgipfel oder Schönfeldspitze (2712m), verbunden durch Felsgrate. Über sie führte unsere Tour, zu der wir uns aufgrund der angekündigten stabilen Hochdrucklage spontan entschlossen hatten. Für M war es gewissermaßen ein Abschied aus Deutschland, da nach vier Jahren in Frankfurt ihre Übersiedelung nach Wien unmittelbar bevor steht.

Vom Königssee stiegen wir Freitagabend über die Kührointalm und den Falzsteig zum Watzmannhaus auf, das wir bei einbrechender Dunkelheit erreichten. Nach einer stärkenden Suppe und einem Bier zogen wir uns ins ziemlich volle und verschnarchte Lager zurück.

Zeitig um halb sechs brachen wir auf, um zunächst die unschwierigen 700 Höhenmeter zum Hocheck aufzusteigen. Tief unter uns konnten wir beobachten, wie sich von der Hütte langsam die Karawane in Bewegung setzte. Erst knapp unterhalb des Gipfels bereiten erste einfache Felspassagen auf das Folgende vor.

Trotz des traumhaften Panoramas hielten wir uns aber nicht lange am Gipfel auf, sondern machten uns sofort an den Weiterweg: Von nun an galt es dem Gratverlauf zu folgen, bzw. Schwierigkeiten in der westlichen Flanke zu umgehen. Die Route ist gut markiert und an manchen Stellen mit Eisenstiften entschärft und teilweise mit Drahtseilen gesichert. Die klettertechnischen Schwierigkeiten halten sich in Grenzen (B bzw. I-II), die Ausgesetztheit auch in ungesicherten Passagen setzt aber Trittsicherheit und ständige Aufmerksamkeit voraus. Der erste Gratabschnitt zur Mitterspitze ist dabei kürzer und tendenziell leichter als der zweite zur Südspitze. Für eine detaillierte Routenbeschreibung siehe hier.

Der große Andrang verlief sich hier am Grat – viele blieben offenbar auf dem Hocheck zurück. Wir fühlten uns von Anfang an wohl und hatten bei der abwechslungs- und aussichtsreichen Kraxelei großen Spaß. Am späten Vormittag erreichten wir die Südspitze, wo wir mit Blick vom Steinernen Meer, dem Hochkönig, dem Wilden Kaiser bis hin in die Hohen Tauern, zum Glockner und zum Venediger eine lange Mittagsrast einlegten.

Der Abstieg hinunter ins Wimbachgries ist steil, erfordert große Konzentration und ist – zumal bei solcher Hitze – eine unglaublich mühsame Angelegenheit. Passagen im Fels (I und A) wechseln mit steilen Geröllfeldern. Die Steinschlaggefahr ist enorm: Tatsächlich trat eine Gruppe oberhalb von uns einen kopfgroßen Block los, der polternd mehrere hundert Meter Richtung Wimbachgries abstürzte. Während wir zum Glück bereits etwas abseits unter einem Schuttfeld standen und ihn nur an uns vorbeirasen sahen, konnte sich oberhalb in einer steilen Rinne ein Kamerad nur durch einen beherzten Sprung zur Seite retten.

Mit müden Beinen und durchgegart erreichten wir am späten Nachmittag das Wimbachgries. Da die Wimbachgrieshütte keinen Platz mehr für uns hatte, verbrachten wir die Nacht unter freiem Himmel am Trischübel, einem Wiesenfleckchen am Übergang vom Wimbachtal zum Königssee. Am Sonntagmorgen stiegen wir zeitig vor der großen Hitze über die Sigeretplatte (A) zum Königssee ab, wo uns in St. Bartholomä ein Frühstück mit Weißwürsten und Weißbier erwartete. Mit dem Boot ging’s über den Königssee zurück zum Ausgangspunkt.

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[CA] Després de quatre anys a Alemanya no podia marxar del país sense intentar reconciliar-m’hi… Hagués fet un comiat amb els amics, si aquests haguessin acceptat la meva invitació, però això tampoc no hagués tret el meu mal sabor de boca… Alemanya no és fàcil. Tot i així, es mereixia una segona oportunitat visitant els millors racons: Dresden, die sächsische Schweiz, Weimar i Bayern -bé, aquest darrer diríem que, precisament, és el millor d’Alemanya… 😉

Les previsions meteorològiques anuncien 35°C als Alps, sol canicular i cap rastre de tempestes. Em volia acomiadar com cal del país i H m’hi ajuda espontàniament. Correus, buscar bitllets, reservar refugi i una trobada a München, a mig camí entre Wien i Frankfurt, amb un objectiu: ascendre al Watzmann (2.713m), situat entre Oberbayern i Salzburg.

Quan aparquem el cotxe a prop del Königssee, veiem el cim que demà coronarem. Des d’aquí es veu gigantí, fa respecte i, potser, por. Sempre és la mateixa sensació, et penses que no ho aconseguiràs i un cop hi ets, et sents orgullosa d’haver resistit la calor, la pujada que cremava els músculs, la pudor a sabates suades del refugi, el despertador a les cinc de la matinada…Perquè si no hagués estat així, no hauria viscut el que vaig sentir dissabte travessant la cresta dels tres pics que conformen el Watzmann, tampoc hauria gaudit les diferents textures de la pedra calcària sota els meus peus, ni els precipicis a banda i banda, ni l’espectacle immens de tots els cims dels Alps occidentals. Evidentment, no tot és glòria i èxit, el preu de pujar a 2.713m es paga amb els descens fins a la vall pel vessant sud amb 35°C. Podria descriure llargament com el meu cos va arribar al seu límit, els pendents de neu i grava, però tot això faria ombra a l’alegria i la rauxa que vam tenir dalt del cim, el qual, per cert, vaig coronar amb l’estelada. Fet i fet, és el que he vingut a fer a Alemanya: a parlar de la nostra llengua, de la nostra cultura i de la nostra gent.

M’enduc quatre anys plens de somriures, llàgrimes, nervis, maldecaps, noves coneixences, una nova llengua…Però, sobretot, m’enduc un comiat amb reconciliació.

Türkenbundlilie

Türkenbundlilie

Aufstieg zum Hocheck: Watzmannkinder

Aufstieg zum Hocheck: Watzmannkinder

Hochkalter

Hochkalter

Wimbachgries

Wimbachgries

Grat vom Hocheck zum Mitterspitz

Grat vom Hocheck zur Mitterspitze

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kurz vor der Mitterspitze

kurz vor der Mitterspitze

Gratverlauf von der Mitterspitze zur Südspitze

Königssee und Obersee

Königssee und Obersee

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Gratverlauf von der Mitterspitze zur Südspitze

Gratverlauf von der Mitterspitze zur Südspitze

am Grat

am Grat

Blick ins Wimbachgries

Blick ins Wimbachgries

...und die Ostwand hinunter nach St. Bartholomä

…und die Ostwand hinunter nach St. Bartholomä

auf den letzten Metern

auf den letzten Metern

Hochkalter

Hochkalter

Steinernes Meer mit Hundstod, dahinter die Hohen Tauern

Steinernes Meer mit Hundstod, dahinter die Hohen Tauern

auf der Südspitze

auf der Südspitze

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Rückblick zur Mitterspitze und zur Watzmannfrau

Rückblick zur Mitterspitze und zur Watzmannfrau

Estelada ;-)

Estelada 😉

im Abstieg hinunter ins Wimbachgries

im Abstieg hinunter ins Wimbachgries

endlich unten

endlich unten

Abendstimmung am Trischübl

Abendstimmung am Trischübl

an der Sigeretplatte

an der Sigeretplatte

Akelei

Akelei

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Ringelnatter mit Frühstück

Ringelnatter mit Frühstück

Abschied von St. Bartholomä

Abschied von St. Bartholomä

S. Bartholomä mit Ostwand

S. Bartholomä mit Ostwand

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