Auf Skiern durch Lapplands Wildnis (09. – 24. 03. 2015) – Teil I: Vom Áhkká in den Sarek

M&H. Katalanische Version folgt.

Erster Teil: Vom Áhkká in den Sarek (9.‒14. März)

Der März in Lappland ist etwas Besonderes: Nach den dunklen Wintermonaten wird nun jeder Tag spürbar etwas länger als der vorige, und um die Mittagszeit nähert sich die Lufttemperatur bereits wieder dem Gefrierpunkt. In sternenklaren Nächten jedoch fällt die Kälte ins Bodenlose, während Nordlichter über den Himmel flackern. Die meisten Seen und Flüsse sind noch sicher zugefroren, und die dicke Schneedecke über dem Land ist oft vom Wind hart gepresst ‒ beste Voraussetzungen also, um mit Ski und Pulka gut voranzukommen.

Genau dies hatten M. und ich vor, als wir uns Anfang März mit vollbepacktem Pünktchen auf nach Norden machten. Nordlichter wollten wir sehen, die Weite des winterlichen Lapplands erleben, und dazu drei Wochen mit Ski, Pulka und Zelt durch die Nationalparks Laponias ziehen. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir unter anderem die mittelalterlichen dänischen Königsstädte Ringsted und Roskilde mitsamt dem dortigen Wikingerschiffsmuseum. Nach drei Tagen Fahrt, zuletzt mehrere hundert Kilometer auf Schneefahrbahn, erreichten wir die Fjällstation Ritsem auf der Nordseite des gewaltigen Áhkka Massivs. Hier gönnten wir uns eine erholsame Nacht in warmen Betten, ehe wir am nächsten Morgen wirklich in den Schnee aufbrachen.
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Erster Tag:         
Wie wir in Nebel und Schneegestöber den Áhkkajávre überqueren.

Am Morgen überraschen uns vor der Tür Westwind und Schneetreiben – das hatten wir uns etwas anders vorgestellt. Die schweren Schneeflocken verbergen schon im Aufbrechen unsere Ausrüstung unter einer weißen Decke, die Lufttemperatur liegt nur knapp unter dem Gefrierpunkt. Der tiefe Neuschnee reicht uns bis an die Knie und nur mit großer Mühe bekommen wir die vollbeladenen Schlitten vom Fleck. Das Steigwachs an den Skiern greift bei diesen Verhältnissen überhaupt nicht und ohne Steigfelle ist an ein Vorankommen gar nicht zu denken. Dabei steht uns heute die Überquerung des Stausees Áhkkajávre bevor. Vom anderen Ufer mit dem mächtigen Bergstock des Áhkka und unserem Tagesziel, der Schutzhütte an seinem Fuße in etwa zwölf Kilometern Entfernung, ist allerdings noch nichts zu sehen: Nebel hängt über dem zugefrorenen See: Zu unserem Glück ist die Route mit Stangen markiert. Wenigstens hat weiter draußen der Wind den weichen Neuschnee weggeblasen, sodass wir auf hartem Untergrund leichter vorankommen. Um die Mittagszeit frischt der Westwind auf und zerreißt allmählich die tiefhängende Wolkendecke. Loser Schnee stiebt über das Eis und lässt uns die Kapuzen tiefer ins Gesicht ziehen. Etwas später kommt rechts voraus ein baumbestandener Streifen Landes in Sicht ‒ nein, noch nicht das ersehnte Ufer, bloß eine Insel. Sonnenstrahlen tauchen die weiße Weite in gleißendes Licht und lassen erstmals die Umrisse der Berge auf der anderen Seite erkennen. Bis wir sie erreichen vergeht eine weitere Stunde im Schneegestöber, in der der Wind weiter zunimmt. Zuletzt führt unsere Route entlang der Uferline und über die durch die winterliche Absenkung des Pegels entstandene steile Böschung in den lichten Birkenwald. Erst am späteren Nachmittag erreichen wir die Hütte, wo wir gemeinsam mit einem französischen Paar und zwei belgischen Schneeschuhläufern gemütlich Platz finden. Mit Rindssuppe, Linseneintopf und Schokolade füllen wir unsere Energiespeicher wieder auf.

Im Nebel über den See

endlich kommt die Sonne durch

endlich kommt die Sonne durch

auf windgepresster Schneedecke läuft sich's gut

auf windgepresster Schneedecke läuft sich’s gut

das Ufer kommt in Sicht

das Ufer kommt in Sicht

das Áhká ist noch in Wolken gehüllt

das Áhkká ist noch in Wolken gehüllt

Lichtstimmung

Lichtstimmung

wieder im Schneetreiben

wieder im Schneetreiben

Abendstimmung unterhalb des Áhká

Abendstimmung unterhalb des Áhkká

Zweiter Tag:
Wie sich das Áhkka von seiner freundlichen Seite zeigte und wir an seinem Fuß den Vuojatädno entlang bis zum Kutjaure gelangten.

Als wir morgens die Hütte verlassen, ist der Himmel zwar immer noch bedeckt, wirkt aber schon viel freundlicher – zudem herrscht Windstille. Durch den Wald aus niedrigen Fjällbirken ziehen wir in südwestlicher Richtung weiter, wobei eine Schneemobilspur das Vorankommen im Neuschnee erheblich erleichtert. Unser Weg führt uns zunächst bergauf, später folgen wir für eine Weile dem Flussbett des zugefrorenen Vuojatädno. In der Zwischenzeit ist über dem Áhkka die Sonne zum Vorschein gekommen und löst allmählich den Hochnebel. Wir verlassen den Fluss und mühen uns rechts am Hang empor, zwischen den Birken flattert eine Schar Schneehühner erschreckt auf. Nach einer Weile erreichen wir die Waldgrenze und werden mit einem phantastischen Ausblick über das sanfte Hochland des Padjelanta im Süden vor uns belohnt. In rasanter Abfahrt geht es hinunter zum Kutjaure, einem vom Vuojatädno durchflossenen zugefrorenen See. Im Schein der Nachmittagssonne ist seine Überquerung ein wahres Vergnügen, inzwischen kommen weit im Südosten bereits die ersten hohen Felsgipfel des Sarek zum Vorschein: unser Ziel für die nächsten Tage. Für heute ist nach vierzehn Kilometern genug; da die Kisurishütten etwas oberhalb des anderen Seeufers bereits voll belegt sind, suchen wir uns unweit davon einen schönen Zeltplatz mit Blick auf das nun von seiner Wolkenhaube befreite Áhkka. Wir befinden uns nun etwa an jener Stelle, an der sich die drei Nationalparks Stora Sjöfallet, Padjelanta und Sarek treffen. Zum ersten Mal auf unserer Reise üben wir nun unser Abendprozedere, das uns in den nächsten beiden Wochen zur Routine wird: Gemeinsam errichten wir das Zelt, dann bereitet M. innen unser Lager während ich im Vorzelt eine Kochgrube in den Schnee schaufle und den Spirituskocher anwerfe. Vom Auspacken des Zeltes bis zur fertigen Suppe dauert es nach ein paar Tagen kaum noch eine halbe Stunde. Im Anschluss an das Abendessen will noch reichlich Schnee geschmolzen und Tee gekocht werden. Die Wartezeit verkürzt uns die kurzweilige Lektüre eines Reiseberichtes des grönländischen Polarforschers Knud Rasmussen, bei dessen Schilderungen von Schlittenfahrten bei fünfzig Grad unter Null sich die fünfzehn Grad im nächtlichen Zelt beinahe kuschelig warm anfühlen.

Áhká

Áhkká

die Sonne kommt zum Vorschein

die Sonne kommt zum Vorschein

im Tal des Vuojatädno

im Tal des Vuojatädno

gute Spur

gute Spur

Padjelanta voraus

Padjelanta voraus

Pause vor dem Áhká

Pause vor dem Áhkká

Rückblick

Rückblick

Abfahrt auf den Kutjaure

Abfahrt auf den Kutjaure

am Ufer des Kutjaure

am Ufer des Kutjaure

Kutjaure, im Hintergrund die ersten Sarekgipfel

Kutjaure, im Hintergrund die ersten Sarekgipfel

Pause am See

Pause am See

Pause am See II

Pause am See II

Áhká

Áhkká

im Sonnenschein geht's flott dahin

im Sonnenschein geht’s flott dahin

Rückblick nach Westen

Rückblick nach Westen

Rückblick nach Norden

Rückblick nach Norden

Áhká im Abendlicht

Áhkká im Abendlicht

im Birkenwald

im Birkenwald

Gisuris - unser morgiges Tagesziel

Gisuris – unser morgiges Tagesziel

Zeltplatz mit Blick auf das Áhká

Zeltplatz mit Blick auf das Áhkká

die erste Nacht im Zelt

die erste Nacht im Zelt steht bevor

Dritter Tag:
Von einem morgendlichen Schneeschauer und dem Vorteil einer windgepressten Schneedecke.

Der morgendliche Blick aus dem Zelt verheißt nichts Gutes: Auf dem Zelt rutschen Neuschneepakete lautstark die Plane hinunter, und die Umgebung erscheint grau in grau. Zu allem Überfluss setzt gerade im Moment unseres Aufbruchs erneut starker Schneefall ein. Wie am ersten Tag müssen wir uns durch knietiefen Neuschnee wühlen, in dem sich die Schlitten dauernd festfahren. Heute sollte es tatsächlich in die Wildnis gehen, entlang des mitunter tief eingeschnittenen Flusslaufes des Sjpietjavjåhkå wollen wir den freistehenden Bergstock des Gisuris westlich umrunden. Auf die Annehmlichkeiten einer präparierten Loipe, wie wir sie am Vortag genossen haben, müssen wir ab jetzt verzichten. Die steilen Oser, die es gleich zu Beginn zu erklimmen gilt, bringen uns zur Verzweiflung: Nur unter Aufbietung aller Kräfte schaffen wir die noch immer voll beladenen Pulken im Tiefschnee hinauf, in kurzen Intervallen wechseln wir uns beim Ziehen der Spur ab. Nun wenden wir uns auf einem zunächst recht steilen, später immer flacher werdenden Hang rechts über dem Flussbett nach Süden. Zu unserer großen Erleichterung ist oberhalb der Baumgrenze die Schneedecke vom Wind hart gepresst, sodass wir trotz der Steigung besser vorankommen. Bald reißen auch Sonne und Wind Löcher in die Wolkendecke und geben beeindruckende Blicke Richtung Gisuris frei. Über vereiste Stellen gleiten die Kufen unserer Schlitten mühelos dahin, und trotz der Steigfelle kommen wir mit den Skiern beinahe ins Laufen. Recht früh am Nachmittag schlagen wir unten am zugefrorenen Fluss im Windschutz steiler Uferböschungen unser Lager auf. Von hier aus planen wir am morgigen Tag, geeignete Bedingungen vorausgesetzt, ohne Gepäck den Gipfel des Gisuris zu besteigen.

Morgenstimmung

Morgenstimmung

die Wolken lichten sich

die Wolken lichten sich

westlich des Gisuris

westlich des Gisuris

westlich des Gisuris II

westlich des Gisuris II

westlich des Gisuris III

westlich des Gisuris III

über der Baumgrenze

über der Baumgrenze

über verschneite Weiten

über verschneite Weiten

Zeltplatz am Fluss

Zeltplatz am Fluss

Vierter Tag:
Wie der Wind unsere Gipfelhoffnungen zunichtemachte und uns zu einem Ruhetag im Zelt zwang.

In der Nacht lässt uns starker Westwind nur unruhig schlafen, erst am Morgen lassen die Böen nach. Trotz des grau verhangenen Himmels frühstücken wir rasch und packen voller Elan unseren Tagesrucksack: Der Gipfel des Gisuris ist frei von Wolken und im Südwesten scheint der Himmel etwas lichter zu werden – also wollen wir einen Gipfelversuch wagen. Wir legen unsere Schneeschuhe an und marschieren los, über den Hang in Richtung des breiten Westrückens, ziemlich kahl geblasen ist. Je näher wir dem Rücken kommen, desto kräftiger macht uns auch der Wind zu schaffen: Bereits nach einer halben Stunde können wir nur mehr gebückt gehen. Als auch die Wolkendecke sinkt und den Gipfel in grau hüllen, entschließen wir uns zur Umkehr: Bei diesen Verhältnissen würden wir weiter oben ohnedies nichts vom Panorama sehen können. Noch im Abstieg gewinnen die Böen weiter an Kraft und bestätigen uns in der getroffenen Entscheidung. Zurück beim Lager machen wir das Zelt sturmfest, errichten einen Windschutzwall aus Schneeziegeln und verziehen uns dann in die Schlafsäcke. Etwas anderes als lesen und dösen bleibt uns bei dem Wetter ohnedies nicht übrig. Insgeheim hoffe ich bloß, dass wir hier nicht wie letztes Jahr am Ijvárláhko mehrere Tage festsitzen.

im Sturm am Westrücken des Gisuris, kurz vor der Umkehr

im Sturm am Westrücken des Gisuris, kurz vor der Umkehr

Zeltruhe, zwischendurch etwas Sonne

Zeltruhe, zwischendurch etwas Sonne

Fünfter Tag:
Von einer kleinen Panne und einem umso traumhaften Empfang im Sarek bei Kaiserweter

Als ich zum ersten Mal erwache, rüttelt noch immer der Wind an en Zeltstangen – weiterschlafen also. Irgendwann treibt uns dann der Hunger aus den Schlafsäcken und während wir unseren Haferbrei mit Trockenobst anrühren, wird es plötzlich still. Jeden Moment erwarten wir die nächste Böe, doch nur ein leichter Hauch streicht über die Zeltplane. Ein skeptischer Blick aus dem Zelteingang freilich ist ernüchternd: Kein Fleckchen blauer Himmel ist zu sehen, aber immerhin hängt die Wolkendecke recht hoch. Wir beschließen das Lager abzubrechen und den Aufbruch zu wagen – wegen der unsicheren Wetterlage aber im Tal zu bleiben und auf einen Gipfelabstecher zu verzichten.

Etwas Gutes hatte der Wind der letzten Tage allerdings gehabt: Die Schneedecke ist überfroren und hartgepresst, beste Verhältnisse also, um mit den Skiern zügig voranzukommen. Heute wollen wir unsere Umrundung des Gisuris vollenden und uns in das Sierggavágge Richtung Osten zu wenden, direkt auf das Herz des Sarek zu. Wir hoffen, dass wir mit dem weiten Hochland des Padjelanta auch die Westströmung hinter uns lassen und mit etwas Glück in den abgeschirmten Trogtälern des Sarek etwas stabileres Wetter erwarten können.

Tatsächlich dreht im Laufe des Vormittags der Wind zunehmend auf Süd, und der Himmel in dieser Richtung wird auch immer freundlicher. Nach kaum einer Stunde unterwegs dann ein Schreckensmoment: das Stahlkabel am Zuggestänge meiner Pulka reißt plötzlich, durchgescheuert. Zum Glück ist das verbliebene Stück lang genug, sodass ich nur die Verschraubung lösen und die Teile neu zusammensetzen muss. Allerdings muss ich dafür meine Handschuhe abnehmen – die eisigen Temperaturen tragen das ihre zu einer raschen Behebung der Panne bei. Den Westrücken des Gisuris umrunden wir recht weit oben, was uns eine rasante Abfahrt ins Sierrgavágge hinein beschert. Inzwischen hat sich auch M. mit ihren langen Skiern auch bergab einigermaßen angefreundet. Nun setzt sich tatsächlich immer mehr die Sonne durch, auf Höhe der Rentierwächterhütte können wir den Anorak gegen Sonnencreme tauschen. Im Talgrund gewinnen wir unmerklich an Höhe und halten uns meist am zugefrorenen Flusslauf, dessen Mäander in steilen Uferböschungen erkennbar sind. Gerade voraus steht die Eindrucksvolle Felsgestalt des Niják, eines der formschönsten Sarekgipfel. Rechts davon geraten mit jedem zurückgelegten Kilometer weitere Gipfel des vergletscherten Sarkekhauptkammes ins Blickfeld. Inzwischen ist der Himmel strahlendblau, und im Sonnenschein wir fast mühelos über den Schnee: genau so haben wir uns zuhause am Schreibtisch unsere Tour erträumt! Auf unseren Rucksäckend sitzend machen wir Mittagsrast und können unser Glück gar nicht fassen: alles ist einfach nur unglaublich, großartig…

Schon am frühen Nachmittag erreichen wir den Eingang ins Ruohtesvágge, jenen Trogtales, das von Norde nach Süden verlaufend die Hauptachse des nördlichen Sarek bildet. Den Gisuris haben wir nun hinter uns gelassen, nun stehen wir direkt unterhalb der eisgepanzerten Westflanke des Niják: Zu unserer rechten bilden die steilen Hänge der Sarekkette eine eindrucksvolle Barriere, auf der anderen Seite sperrt das Ruohtesmassives die Sicht. Das von eizeitlichen Gletschern geschürfte Tal windet sich breit zwischen diesen Giganten hindurchdurch und scheint sie etwas auf Distanz zu halten. Hier unten im Talgrund herrscht Abgeschiedenheit und Ruhe. Schon früh steigen die Schatten hinunter und füllen ihn allmählich mit eisiger Kälte, während die Gipfel sich im warmen Abendlicht verfärben. In der Nähe der verlassenen Rentierwächterhütte an der Wasserscheide errichten wir unser Lager. Aus dem Südwesten zieht eine neue Wolkenfront heran, und schon während des Abendessens setzt wieder starker Wind und Schneefall ein.

trüber Aufbruch

trüber Aufbruch

vor den Weiten des Padjelanta

vor den Weiten des Padjelanta

im Sierggavágge, im Hintergrund der Niják

im Sierggavágge, im Hintergrund der Niják

immer freundlicher wird die Lichtstimmung

immer freundlicher wird die Lichtstimmung

die Sonne bricht durch die Wolken

die Sonne bricht durch die Wolken

Niják mit Kantberget

Niják mit Kantberget

allmählich wird's warm

allmählich wird’s warm

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im Flussbett

im Flussbett

Uferböschung

Uferböschung

Rückblick Richtung Padjelanta im Westen

Rückblick Richtung Padjelanta im Westen

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Niják voraus

Niják voraus

Photopause

Photopause

Niják

Niják

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am Fuß des Gisuris

am Fuß des Gisuris

Áhká von der anderen Seite

Áhkká von der anderen Seite

Niják, Kantberget, Gavelberget

Niják, Kantberget, Gavelberget

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am Eingang des Ruohtesvágge

am Eingang des Ruohtesvágge

Rückblick auf das Gisuris

Rückblick auf das Gisuris

Abfahrt ins Ruohtesvágge

Abfahrt ins Ruohtesvágge

Niják, Kantberget, Gavelberget

Niják, Kantberget, Gavelberget

schon werden die Schatten länger

schon werden die Schatten länger

Blick hinein ins Ruohtesvágge

Blick hinein ins Ruohtesvágge

Blick zurück Richtung Áhká im Norden

Blick zurück Richtung Áhkká im Norden

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Gisuris

Gisuris

Schatten breitet sich übers Tal

Schatten breitet sich übers Tal

am Abend ziehen wieder Wolken herein

am Abend ziehen wieder Wolken herein

Sechster Tag:
Von einem weiteren Ruhetag und einer atemberaubenden Abendstimmung am Ruohtesvárásj

Wind und Schneefall leisten die ganze Nacht Arbeit und am Morgen liegen die Pulken unter einem halben Meter fest gepacktem Schnee begraben. Auch nach dem Frühstück macht das Wetter keine Anstalten, sich zu bessern, und zwingt uns zu einem zweiten Ruhetag. Wir nehmen die Lage mit Gelassenheit und verbringen die Zeit mit Rassmussen und Schokolade. Am Abend klart der Himmel beginnt die Wolkendecke dann plötzlich aufzureißen und wir nützen die Gunst der Stunde für einen Abstecher auf den nahen Hügel Ruohtesvárásj, von wo sich der Talverlauf in beide Richtungen gut überblicken lässt. Staunend wohnen wir dem von Wolkenfetzen und Licht gebotenen Spektakel bei.

Nach dem Sonnenuntergang fällt die Temperatur erstmals deutlich unter -10°C und es bleibt sternenklar. Der Wind hat stark nachgelassen und auf Ost gedreht, beste Vorzeichen also, für die erhoffte stabile Wetterphase. Als wir beim Zähneputzen bemerken, dass im Norden über dem Áhkká auch noch Nordlichter zum Vorschein kommen, ist unsere Euphorie grenzenlos. Nach einer Weile treibt uns schließlich die Kälte ins Zelt zurück. Voller gespannter Erwartung auf die bevorstehenden Tage liegen wir beide an diesem Abend noch lange wach…

Blick vom Ruohtesvárásj Richtung Zeltplatz

Blick vom Ruohtesvárásj Richtung Zeltplatz

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Ruohtes

Ruohtes

Blick auf den Gavelberget

Blick auf den Gavelberget

südliche Fortsetzung des Ruohtesvágge mit dem Sarekkamm

südliche Fortsetzung des Ruohtesvágge mit dem Sarekkamm

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Gavelberget

Gavelberget im Abendlicht

Blick nach Norden

Blick nach Norden

Gisuris und Niják

Gisuris und Niják

auf dem Ruohtesvárásj

auf dem Ruohtesvárásj

Lichtstimmung über dem Ruohtes

Lichtstimmung über dem Ruohtes

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letzte Abendsonne

letzte Abendsonne

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im Talgrund

im Talgrund

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unser Zeltplatz, Blick nach Norden auf Gisuris (li.) und Niják (re.)

unser Zeltplatz, Blick nach Norden auf Gisuris (li.) und Niják (re.)

unser Zeltplatz, Blick nach Süden mit dem Gavelberget

unser Zeltplatz, Blick nach Süden mit dem Gavelberget

aurora borealis I

aurora borealis I

aurora borealis II

aurora borealis II

aurora borealis III

aurora borealis III

aurora borealis IV

aurora borealis IV

aurora borealis V

aurora borealis V

aurora borealis VI

aurora borealis VI

>> zur Fortsetzung.

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