April in den Voralpen: Hohe Wand und Weißenbacher Schoberstein (12. und 18. 04. 2014)

Erster Teil: Kraxeleien in den Klausen der Hohen Wand

Samstagnachmittag und die Sonne strahlt zum Fenster herein – wen hält es da noch in der großen Stadt? Dieter und mich jedenfalls nicht, und so fuhren wir kurzentschlossen an die Hohe Wand. Diesmal wollten wir uns die Rückseite einmal näher ansehen: Durch die westliche Ausrichtung erhofften wir uns die Nachmittagssonne länger genießen zu können – um es vorwegzunehmen: dieser Plan ging auf! Als Aufstieg wählten wir die Schlucht der Großen Klause, wo wir im Wald flankiert von mächtigen Felswänden rasch an Höhe gewannen.

Dieter auf der zweiten Leiter

Dieter auf der zweiten Leiter

Etwas oberhalb der alten Leitern, die eine Felsstufe im unteren Bereich zu überwinden helfen, entdeckten wir rechterhand eine eigentümliche Plattenformation, die unterhalb eines namenlosen Felsturmes schräg aufwärts zieht. Abenteuerlustig entschieden wir uns, den Weg zu verlassen und eine Besteigung des Turmes zu versuchen. Freilich hielten wir uns, zumal ohne Kletterausrüstung unterwegs, in der Flanke unmittelbar neben den Platten, über welche eine dicht gebohrte Kletterroute verläuft. In leichter Kraxelei (I+) erreichten wir so rasch den Turm, der einen schönen Tiefblick über die Felsformationen der Klause bietet.

primula auricula

primula auricula

im lichten Wald

im lichten Wald

namenloser Turm I

namenloser Turm I

namenloser Turm II

namenloser Turm II

Von hier stiegen wir zuerst über den schwach ausgeprägten Grat, danach durch den Hochwald auf das Plateau, wo wir über den markierten Weg das Waldeggerhaus erreichten. Nach einem erfrischenden Apfelsaft ging’s dann durch die Krumme Ries an der Kleinen Klause wieder hinunter ins Tal.

am Einstieg in die Krumme Ries

am Einstieg in die Krumme Ries

Aussicht vom Unteren Klausepfeiler

Aussicht vom Unteren Klausepfeiler

Badener Turm

Badener Turm

Am aussichtreichen und landschaftlich wunderschönen Abstieg nahmen wir noch den Unteren Klausenpfeiler (I+) mit, besichtigten die Kletterrouten am Badener Turm und stiegen schließlich noch in den Naturfreundesteig (A-B) ein.
Erst als das Tageslicht langsam schwächer wurde, kehrten wir um und begaben uns ins Tal. Am Ende des Tages waren wir uns einig: Wir kommen wieder!

Zweiter Teil: Wanderung auf den Weißenbacher Schoberstein (1037m)

Ursprünglich hatten Iris und ich für den Freitag eine Runde im Reichraminger Hintergebirge ins Auge gefasst, doch die Ankündigung einer Regenfront am Nachmittag veranlasste uns zu einer Planänderung: Und so ging es stattdessen auf den Weißenbacher Schoberstein, eine beliebte Aussichtskanzel über dem Attersee an der südwestlichen Ecke des Höllengebirges. Schon bei der Anfahrt war zu erkennen, dass bis in die mittleren Lagen des Gebirgsstockes herab noch jede Menge Schnee liegt, was nach dem viel zu warmen Winter einigermaßen verwundert. Bald wich der anfängliche Sonnenschein einer hohen Wolkendecke, was uns im schweißtreibenden Aufstieg aber nicht weiter störte. An den Südhängen über dem Weißenbachtal blühte bereits der erste Enzian.

gentiana alpina

gentiana alpina

Weißenbachtal

Weißenbachtal

Attersee: Blick nach Norden

Attersee: Blick nach Norden

In wenig mehr als einer Stunde waren die knapp 600 Höhenmeter bis zum Gipfel überwunden. Wir überkraxelten noch den kurzen Grat zum südlichen Vorgipfel, wo wir ein hübsches Rastplätzchen fanden: Atemberaubender Tiefblick auf den Felszahn des Kleinen Schobersteins und den Attersee inklusive…

Tiefblick auf den Kleinen Schoberstein

Tiefblick auf den Kleinen Schoberstein

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